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SMAK-IG

SMAK-IG = Schulmotivationsaktivierungskurs-Intensivgruppe

Die SMAK-IG ist eine Hilfeform, die explizit durch ihre Intensität und eine Ganzheitlichkeit von Schule in Verbindung mit stationärer Erziehung gekennzeichnet ist.
Das Konzept der SMAK-IG beinhaltet in seiner Gesamtheit zielorientierte Strategien, um den betreffenden Kindern und Jugendlichen die Möglichkeit zu bieten, sich mit ihren abweichenden Verhaltensweisen auseinander zu setzen, damit verbundene Konsequenzen abzuschätzen und in der Folgezeit ein Verantwortungsbewusstsein für das eigene Handeln zu entwickeln.

Zielgruppe der SMAK-IG

Das Hilfsangebot der SMAK-IG richtet sich an Kinder und Jugendliche im Alter von 7-18 Jahren. Aufgrund der integrativen Struktur der SMAK-IG werden neben SchülerInnen aus Förderschulen für Lernbehinderte auch Kinder und Jugendliche aus Schulen mit Ausgleichsklassen und Sekundarschulen der Stadt Halle sowie dem Umland aufgenommen. Zusammenfassend kann die zu betreuende Klientel der SMAK-IG folgendermaßen beschrieben werden:

  • Kinder und Jugendliche mit Beeinträchtigungen im schulischen Bereich.
  • Kinder und Jugendliche mit Beeinträchtigungen im sozialen Bereich.
  • Kinder und Jugendliche mit Beeinträchtigungen im emotionalen Bereich.
  • Kinder und Jugendliche aus `unhappy broken homes`.
  • Kinder und Jugendliche, die bereits eine Vielzahl von Jugendhilfeleistungen erfolglos durchlaufen haben.

Ziele der SMAK-IG

Die grundlegende Zielsetzung der SMAK-IG besteht darin, schulverweigernde Kinder und Jugendliche durch die Ganzheitlichkeit von schulischer Förderung und der Hilfe zur Erziehung innerhalb einer Wohngruppe effizient und ökonomisch in soziale Netzwerke zu reintegrieren. Bei der Beschreibung möglicher Bedingungsfaktoren von Schulverweigerung orientiert sich die SMAK-IG an einem ursächlichen multifaktoriellen Spannungsfeld, das in familiären, schulischen und psychosozialen Ursachen gründet.

Vor diesem Hintergrund ergeben sich drei hauptsächliche Zielstellungen unserer pädagogischen Arbeit:

  • SchülerInnen mit ausgeprägten schulverweigernden Verhaltensweisen und eingeschränkter sozialer Kompetenz sollen nach einer erfolgreichen Beschulung im SMAK-Ambulant und einem Zuwachs an individueller Handlungskompetenz im Alltagsleben einer sozialen Gruppe wieder in ihre herkömmliche Schule oder in eine andere, für den individuellen Fall geeignete, Schulform und Schule eingegliedert werden.
  • Die Vermittlung alternativer Verhaltensweisen als Konfliktlösungsstrategie und der Erwerb von lebenspraktischen und sozialangemessenen Kompetenzen für ein Leben und Lernen in Gemeinschaft soll die Rückkehr in die Herkunftsfamilie ermöglichen oder den Übergang in ein selbständiges Leben der Jugendlichen gewährleisten.
  • Der Aufenthalt in der Intensivgruppe soll für Eltern und Kind/Jugendlichen als Entlastung verstanden werden und zur Entspannung des Eltern-Kind/Jugendlichen-Verhältnisses aber auch zwischen der Institution Schule und dem Klienten beitragen. Aus der Distanz heraus können sich neue Perspektiven und konstruktive Interaktionsmuster zur Lebensbewältigung entwickeln.

Darüber hinaus zielt die SMAK-IG auf eine enge Vernetzung aller am Hilfeprozess beteiligten Personen und Institutionen (SMAK, SMAK-IG, Klient, Eltern, Schule und zuständige Schulbehörde, ASD), um den Verlauf der Maßnahme in regelmäßigen Abständen kritisch zu reflektieren und gegebenenfalls weiterführende Nachbetreuungsangebote zu vereinbaren.

Konfrontativer Kerngedanke der SMAK-IG

Auf der Basis einer von Sympathie und Respekt geprägten Beziehungskonstanz orientiert sich die SMAK-IG in ihrer konzeptionellen Ausrichtung in Ansätzen an der von Weidner formulierten konfrontativen Methodik in der Pädagogik. Als grundlegendes pädagogisches Handlungsprinzip gilt die Wertschätzung und Anerkennung der Persönlichkeit des Klienten, bei gleichzeitiger Ablehnung seiner devianten Verhaltensweisen.

Zusammenfassend meint der konfrontative Ansatz der SMAK-IG nichts anderes als:

  • gemeinsam mit der zu betreuenden Klientel sozial anerkannte Regeln und Gruppenwerte auszuhandeln,
  • verbindliche Alltagsstrukturen zu gestalten,
  • gesellschaftliche Wertvorstellungen (z.B. regelmäßiger Schulbesuch) und damit verbundene allgemein bestehende Grenzen des Handelns und Verhaltens zu verdeutlichen,
  • Grenzverletzungen aufzuzeigen und daraus resultierende Konsequenzen durchzusetzen sowie alternative Verhaltensstrategien zu entwickeln.

Rahmenbedingungen der SMAK-IG

In der SMAK-IG arbeiten mindestens 4 staatlich anerkannte ErzieherIn, Dipl. Sozialpädagogen mit gegebener pädagogischer Zusatzqualifikation, Hauswirtschafter sowie verschiedene Honorarkräfte.
Das pädagogische Personal im schulischen Bereich (SMAK-Ambulant) umfasst verschiedene Lehrkräfte, Dipl. SozialarbeiterInnen sowie staatlich anerkannte ErzieherInnen mit diversen Zusatzqualifikation, u.a. im Bereich Selbstbehauptung/ Deeskalation.

Die koedukative Wohngruppe der SMAK-IG ist auf Alltagsbewältigung ausgerichtet. Bedingt durch die Gruppenstärke ist eine intensive Arbeit mit den Kindern und Jugendlichen möglich, bei der die individuellen Bedürfnisse aller Teilnehmer weitgehend zur Geltung kommen.
Die Wohngruppe befindet sich im Stammhaus der Erziehungshilfen Clara Zetkin gGmbH und gliedert sich in zwei Zweibett- und drei Einbettzimmer, einen Gemeinschaftsraum sowie einen großzügigen Ess- und Küchenbereich, der eine Selbstversorgung gewährleistet und den Erwerb von hauswirtschaftlichen Fähigkeiten unterstützt. Die Sanitäranlagen entsprechen dem heutigen Standard. Die Räumlichkeiten der Kinder und Jugendlichen sind zweckmäßig eingerichtet. Für das Gesamtkonzept der SMAK-IG stehen umfassende Möglichkeiten der Freizeitbeschäftigung sowie der individuell abgestimmten heilpädagogisch-therapeutischen Förderung zur Verfügung.
Der Schulunterricht findet in separaten Räumen des SMAK-Ambulant statt, die eine Bildung von Kleinstlerngruppen oder eine Einzelbeschulung ermöglichen.

Methoden des Konzeptes

Als kooperative Maßnahme von Schule in Verbindung mit stationärer Erziehung orientiert sich die SMAK-IG an unterschiedlichen methodischen Vorgehensweisen. Die aufgeführten Methoden stellen eine Auswahl an (sozial)pädagogischen Techniken und Verfahrensweisen dar, die sich vor allem auf den konfrontativen Ansatz der Maßnahme beziehen und sowohl individuell als auch gruppenspezifisch ausgerichtet sind.

  • Diamantenmodell von Polsky = dient der Analyse des Gruppengefüges.
  • Gruppensitzung = Bestimmung der Gruppenposition des Einzelnen, anhand einer Selbst- und Fremdbewertung.
  • Feedbackplan = Verstärker- u. Rückmeldesystem, um das Arbeits- u. Sozialverhalten der Gruppenmitglieder zu beobachten sowie deren individuelle Mitarbeits- u. Veränderungsbereitschaft zu dokumentieren.
  • Feedbacksitzung = ritualisierter und fester Bestandteil des Gesamtkonzeptes der SMAK-IG = zielt darauf ab, Regelverstöße der Gruppenmitglieder zu diskutieren, Problemlagen Einzelner sowie der Gruppe zu besprechen und Rückmeldung über positive Aktivitäten zu geben.
  • Privilegien- und Statussystem = dient als positiver Verstärker zur Verhaltensänderung.

Kontakt:

Tel.: 0345/ 13012943
Fax: 0345/ 13012934
e-Mail: smak-intensiv@kinderheimclarazetkin.de

Flyer